schweinehund

Wenn dein innerer Schweinehund übernimmt

Schweinehund – Er ist einfach zu stark

Durch die doch sehr fordernde Zeit (wir berichteten in Erholt – wir sind wieder da), wurde nicht nur unser Blog vernachlässigt. Sportlich konnte ich mich nicht aufraffen, egal was ich tat. Ich motivierte mich zum Laufen, das Sportstudio zu besuchen oder zu Schwimmen. Aber es gelang immer nur für 2 – 3 mal, danach war wieder Tagelang Stille. Der Muskelkater oder der Gedanke an unerledigte Aufgaben entnahmen mir jegliche Motivation und ich ertrank in den üblichen „Ich kann nicht, weil…“ Gedanken-/Ausredemuster. Der innere Schweinehund hatte die Überhand gewonnen.

Mentale Umstellung

Wir sind Menschen, keine Maschinen. Selbst wenn wir welche wären, bräuchten wir trotzdem Wartung, Ölung, irgendwann sogar Austausch verschleißter Teile. Eine „Maschine“ zu sein ist demnach auch keine Lösung. Ich habe mich – mal wieder – von anderen Menschen, die Maschinen sein wollten, schleichend dazu verleiten lassen, meine Denkart zu sabotieren. Ich fing wieder an negativ zu denken. Ich konzentrierte mich auf das was ich nicht erreicht hatte, statt auf all das zu schauen was ich erreicht hatte.

Ein sehr schönes Beispiel ist mein Körpergewicht:
Aufgrund meiner vergangenen OPs, durfte ich danach 9 Monate keinen Sport treiben. In unserem Urlaub gab es nur Erholung und Belohnung. Dazu kam anschließend die Tiefphase meiner Motivation zum Sport. Das alles hat dazu beigetragen, dass mein Gewicht von 77 Kilo auf 86 Kilo stieg. Ich ärgerte mich bis vor kurzem über die Zunahme so sehr, dass ich den Blick für das wesentliche verloren hatte.

Statt mich jetzt weiterhin über die 9 Kilo zu ärgern die ich zugenommen habe, sollte ich mich lieber daran erinnern wo ich hergekommen bin. Ich habe mal satte 125 Kilo gewogen. (Siehe Beitrag Veränderungen – nur ein Kopfsache)
Zu damals sind das Sage und Schreibe 39 Kilo weniger. Das sollte Ansporn genug sein, um die 9 Kilo wieder abzubauen. Veränderungen entstehen im Kopf. Nur so konnte ich damals diese Herausforderung annehmen und meistern.

Den Schweinehund an den Kragen packen

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Jetzt ist es wieder an der Zeit die Ärmel hochzukrempeln und nach vorn zu schauen. Wichtig hierbei, kleine Ziele stecken und nicht nur das Gesamtziel vor Auge halten, denn das demotiviert schnell, wenn es mal nicht läuft. Man muss lernen die kleinen Erfolge wertzuschätzen. Erholungspausen nicht vergessen und sich regelmäßig eine Auszeit von allem zu nehmen. Nur so kann jedes Konzept aufgehen und einen langfristigen Erfolg garantieren. Egal ob es um das Abnehmen, eine Prüfung, sportliche oder anderen Herausforderungen geht. Ich motiviere mich mit der Tatsache, dass ich immer noch 39 Kilo weniger als vor knapp 2 Jahren wiege und ich genau weiß wie ich die restlichen 9 wieder abnehmen werde.

Das ist das wichtigste: Wissen wie es geht und den Willen dazu haben.

Eine große Motivation die häufig unterschätzt wird, sind Gleichgesinnte.
Hast du auch eine Herausforderung die du schon länger vor dir herschiebst?
Möchtest du sie nicht lieber aus Eigenmotivation meistern bevor sie zum Zwang wird?

Motiviere dich in dem du jetzt ein paar positive Sätze formulierst und sie hier als Kommentar hinterlässt und gleichzeitig mir das schöne Gefühl gibst, nicht allein zu sein.

Danke dir jetzt schon für deinen Willen und der Motivation für uns beide!

2 Kommentare

  • Ja lieber Luigi, ich kenne das… als ich sehr zugenommen hatte …teilweise auch durch Cortison, dachte ich so bei mir… ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert…. Mit meinem COPD ging es mir immer schlechter und manchmal dachte ich…Es gibt kein Morgen mehr….dieser >Gedanke> hat mich „klar“ denken lassen… also habe ich am 21.7. angefangen meine komplette Ernährung umzustellen… habe bis dato 11,8kg abgenommen… und bin noch nicht am Ende… Meine Motivation ist… wenn es mir so gut geht wie jetzt …( ich nehme Eigenverantwortlich seit 3 Wochen kein Cortison mehr) dann will ich gerne so weiter Essen und das klare Ziel vor Augen haben… Mir geht es besser… Gehe deinen Weg… ohne wenn und aber… manchmal braucht man einen Schuss vors Bug, um wach zu werden…. Schön das es dich gibt…

  • Lieber Luigi, ärgere Dich nicht über vergangenes/ was passiert ist; du wirst niemals die Vergangenheit ändern können. Mach es in der Zukunft; besser oder anders. Lebe/Liebe und genieße dein Leben; JETZT und Heute, sieh was Du alles geschafft hast/ sei stolz auf Dich selbst.

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