Entscheidungen

Warum du unzufrieden bist, liegt in deinen Entscheidungen

Treffe Entscheidungen nur für Dich, nicht für andere

Entscheidungen zu treffen ist nicht immer einfach, führt aber oft zu einer hohen Zufriedenheit, weil man sich nicht mehr mit 2 Gedanken auseinandersetzen muss.

Wir leben heutzutage in einer Gesellschaft in der die Menschen nicht mehr nachdenken, sondern glauben nur noch handeln zu müssen (oft unüberlegt). Als ginge es um Leben und Tot. Dabei gibt es heute keine Säbelzahntiger mehr, vor denen wir uns fürchten müssen und schnelle Entscheidungen treffen müssen – Kampf oder Flucht.

Ich erlebe jeden Tag wie sich Menschen beim Bäcker, an Bushaltestellen, in Geschäften, im Straßenverkehr, an den Ampeln, auf Parkplatzsuche, ja sogar beim Schlangestehen vom Umfeld bedroht fühlen. Wer ist schneller? Wer kommt als erster dran? Wer bekommt das bessere Produkt? Wer geht als Sieger aus der Sache raus? Dabei verlieren sie alle.

Sie verlieren an Charakter, Persönlichkeit und Selbstbewusstsein.

Konkurrenzdenken – Eine Eigenschaft die uns über Jahre geprägt hat, uns zu dem gemacht hat was wir heute widerspiegeln und wir immer noch erfolgreich weitergeben. Das Paradoxe an dem Ganzen ist das Zusammenspiel der Wörter „Konkurrenzdenken“ und „erfolgreich“. Durch diese Art zu denken – besser gesagt – zu handeln, provozieren wir unser Umfeld nicht nur das Gleiche zu tun, sondern fordern sie auf herauszufinden wer der bessere ist. Der perfekte Kampf – tagtäglich.

Wer profitiert davon? Genau – niemand.

Als kleiner Junge zog es mich sobald ich aus der Schule kam sofort nach draußen. Ich verbrachte meine Freizeit mit meinen Freunden. Freunde mit denen ich alles teilte was ich hatte. Meine freie Zeit. Mehr hast du in dem Alter auch nicht wirklich. Die meiste Zeit widmeten wir uns einstimmig und bedingungslos der Beschäftigung, die uns vereinte, eine Menge spaß brachte,  uns herausforderte und wachsen ließ ohne den Respekt dem anderen gegenüber zu verlieren. Vielmehr lernten wir sogar dazu, andere für ihre Stärken zu bewundern und sie bei ihren Schwächen zu unterstützen. Dem Fußball. (Hier geht mein Herz auf, wenn ich an die alten Zeiten zurückdenke!)

Entscheidungen bedeutet Respekt zu sich selbst

Gab es mal jemanden der besser oder schneller war als ich, nahm ich das als Herausforderung an, um selber besser zu werden. Der Respekt war groß, denn er konnte mich ausspielen, war schneller und schoß viel härter als ich. Alle bewunderten ihn und wenn es um die Aufteilung der Mannschaften ging, wollten ihn alle haben. Das spornte mich an etwas an der Situation zu ändern. Somit war der Ehrgeiz geweckt, besser werden zu wollen als er und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Ich wollte auch mal derjenige sein, der auf dem Platz umworben wird. Dabei verlor ich nie den Respekt, denn ihm verdankte ich die Tatsache, dass man besser werden konnte.

Übertragen wir meine Erinnerung auf heute, ist der Unterschied kaum noch in Worte zu fassen. Herausforderungen die uns menschlich weiterbringen gibt es kaum noch. In der modernen Welt zählen nur noch (negative) Trends wie Vorurteile und Schubladendenken.

Heutzutage sehen Herausforderung anders aus: Bei der Bank den Kredit „durchzubekommen“, damit man sich den teuren Wagen leisten kann den man eigentlich nicht braucht. Man „muss“ aber dem Nachbarn die Stirn bieten, da er sich vor kurzem einen neuen Kombi geleistet hat, mit dem er Aufsehen erregt. Oder der unnötige Kauf eines neuen Smartphones obwohl das alte noch tadellos funktioniert. Aber da in der Gruppe jeder das neueste hat: „Wie seh ich denn mit meiner alten Krücke aus?“

Das verrückteste was ich erlebt habe war, wie ein Kunde zu mir sagte er bräuchte unbedingt   den besten Computer den ich anbieten kann. Er fragte aber auch gleichzeitig nach der Möglichkeit zu finanzieren ohne Anzahlung. Im späteren Gespräch stellte sich heraus, dass er nicht wirklich an dem Produkt interessiert war. Zumal er schon im Besitz eines Computers gewesen ist, den er aber nur ganz selten benutzte, weil er davon (Zitat)“keine Ahnung“ hat. Worum ging es ihm? Sein „Bekannter“ (mit herablassendem Ton) hat sich vor kurzem einen neuen gekauft und prahlt nur noch davon wie toll der neue Computer ist. „Das ist nicht mehr auszuhalten“, beschwerte er sich. Deshalb musste mein Kunde jetzt noch eine Schippe drauflegen und einen noch besseren kaufen. Damit er dann den „besseren“ besitzt.

Deine Entscheidungen zeigen dir das Gesicht der anderen, und wenn du genau hinschaust auch deins

Unglaublich wie Menschen über ihre eigenen Bedürfnisse hinwegsehen, für unnötige Käufe über ihre finanziellen Grenzen hinausgehen und Sachen kaufen, die sie nicht brauchen, um bei den Leuten zu prahlen, die sie scheinbar gar nicht mögen.

Lasse nicht zu, dass dein Umfeld bestimmt wie du dich zu verhalten hast. Treffe Entscheidungen die dir gut tun. Du musst nicht das tollste Auto fahren, das größte Haus haben oder ständig die neusten Produkte bei dir haben. Wenn dein Umfeld dich daran misst  solltest du dir Gedanken machen, ob du dich im richtigen Umfeld bewegst.

Wer dich schätzt und respektiert tut das, weil du bist wer du bist und nicht weil du hast was du hast.

Auch ich habe mich schon oft von solchen Situationen beeinflussen lassen. Mein Gewissen und meine Vernunft haben mich hinterher immer wieder darüber nachdenken lassen ob das wirklich nötig war. Es ist nicht schlimm Fehler zu machen. In gewisser Weise sind das Reaktionen unseres Unterbewusstseins, weil wir uns bedroht fühlen. Denkt man aber mal darüber nach, stellt man fest, dass es keinen Grund gibt sich bedroht zu fühlen. Wenn du selber mal zurückdenkst wirst auch du sicherlich die eine oder andere Erfahrung in diesem Sinne gemacht haben. Hattest du hinterher auch Gedanken und Fragen ob das wirklich nötig war sich so zu verhalten?

Treffe Entscheidungen solange du noch kannst

Fehler zu machen ist menschlich. Daraus zu lernen ist menschlich und zeugt von Intelligenz. Die gleichen Fehler zu wiederholen zeigt, dass du beim ersten Mal nicht richtig aufgepasst hast… 🙂

Allerdings bedeutet Fehler zu machen auch, Entscheidungen getroffen zu haben. Treffe jede Entscheidung solange du noch kannst, irgendwann ist es zu spät und du bereust es.

„Alles was man bereut, sind verpasste Gelegenheiten!“ – Bleib an deine Ziele dran.

Fazit: Sei du selbst. Egal was du machst. Sei – du – selbst.

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